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Nord-Amerika
Von Santa Barbara USA zur Grenze von Mexico PDF Drucken E-Mail

Von Santa Barbara USA zur Grenze von Mexico

2. Juli bis 6. Juli 2006

Sonntag 2. Juli fuhren wir vom Lake Casitas nach dem nähe gelegenen Städtchen Ojai, wo wir unsere email versenden und hereinholen konnten. Auf einer schönen Strasse fuhren wir Richtung Frazier Park, Lancaster. Dort entdeckten wir eine alternative Route, The Old Ridge Road. Fantastische Ausblicke, sehr steil und staubig und die auf der Karte vermerkten Campingplätze waren vorerst nicht auffindbar. Der Weg nahm kein Ende doch plötzlich entdeckten wir ein Camping. Vorerst waren wir ganz alleine, in der Nacht um 4 Uhr bekamen wir doch noch Nachbarn.

Am Montag kamen wir nach kurzer Fahrt zum Glück bald auf eine asphaltierte Strasse. Via Palmdale nach Victorville zur KOA Camping. Dort buchten wir für 2 Nächte, da es fast keine freie Plätze mehr gab. Dies war wegen dem Unabhängigkeits-Weekend. Da ist alles auf Achse mit Kind und Kegel. Es war lärmig, denn KOA Campings liegen meistens sehr verkehrsgünstig in der nähe der Autostrassen, Flugplätze und Bahnlinie. Dazu kam diesmal  noch ein Feuerwerk am Dienstag dem Fourth of July!! Bei der AAA (Amerikanischer Automobilclub) erhielten wir einige Drucksachen worin beschrieben war, was es alles braucht um ein Auto durch die mexikanische Grenzkontrolle zu bringen. Wir trafen auf dem Campingplatz sehr nette Australier, die mit 2 Motorräder, Honda Shadow, schon 3,5 Jahre unterwegs sind. David und Cheryl Laing gaben uns viele gute Tipps, unter anderem wo wir eine preisgünstige Versicherung für Mexiko erhalten konnten. Auch gaben sie uns eine Adresse von ein Restaurant welches von einer Holländerin und ihr mexikanischer Ehemann geführt wird und man nicht verpassen sollte. Jolandas Restaurant am Pacific. Wo es genau ist wussten sie auch nicht mehr, es muss in der nähe von Manzanillo sein. David und Cheryl sind via Asien nach Europa und dann Mexiko und USA/Canada gefahren. Jetzt wollten sie ihre Bikes in LA verschiffen und nach Hause fliegen. Nach mehr als 3 Monate und noch bedingt durch die grosse Hitze, war ein Haarschnitt fällig! Bei einer Mexikanerin wurde unsere Haarpracht auf sommerliche Länge getrimmt und dies für nur 10$.

Beim Salton Lake übernachtet, es ist immer noch sehr heiss, am Abend um 8 Uhr noch 38,2°C. Ein Wackelkontakt unterbricht Zeitweise die Beleuchtung vom Landi, wo das Übel sich befindet, da kommt man nicht dazu. Bei nächster Gelegenheit werden wir versuchen es zu reparieren. Bei Sonnenaufgang war es, nach einer durchgeschwitzten Nacht, immer noch 29°C. Am Donnerstag 6. Juli waren wir um halb neun in Mexali an der amerikanischen/mexikanischen Grenze. Zuerst mussten wir die Ami noch um eine Unterschrift bitten, um zu bestätigen, dass das Auto wieder ausgeführt war. Obwohl wir es bei uns haben, hat noch kein Beamter nach dem „carnet de passage“ gefragt. Die Formulare welche wir in Baltimore bekamen mussten lediglich hier abgesegnet werden und wir müssen sie nun per Post nach Baltimore schicken. Jetzt noch die mexikanischen Formalitäten!

 

Seit Baltimore 29.750 km zurückgelegt.

 
Von Clearwater, BC nach Santa Barbara, CA PDF Drucken E-Mail

Von Clearwater, BC nach Santa Barbara, CA

 

 

17. Juni 2006 bis 1. Juli 2006

 

 

Am Samstag 17. Juni sind wir in Clearwater BC, Canada auf dem KOA Campground geblieben. Das Wetter wechselhaft, sogar etwas Regen. Im nahe gelegenen Well Gray Park haben wir dennoch ein Canoe gemietet und sind zu Dritt ausgefahren. Auf der anderen Seite des Sees ein Pick-Nick bei starkem Wind und leichter Regen zurück gepaddelt. Auch den nächsten Tag verbrachten wir im Park, sahen uns die wunderschönen Wasserfälle von Spahatz und Dawson an und wanderten durch den schönen Wald. Sahen unterwegs eine Schwarzbär Mutter mit ein Kleines, sie spielten am Strassenrand.

 

Am Montag fuhren wir via Barriere nach Kamloops zu Max und Karin (Cousine von Kees). Da die Pneus in Canada sehr günstig sind und unsere stark heruntergefahren waren auf den steinigen Gravelstrassen Alaskas und Yukon, entschlossen wir uns, unter fachkundiger Hilfe von Max, bei seinem Bekannten, „Rooster“ neue Pneus montieren zu lassen. Auch haben wir den Landrover geschmiert und frisches Motorenöl verpasst. Ferner mussten die Kotfänger geflickt werden, da sie zum Teil  angerissen waren.

 

Mittwochs verabschiedeten wir uns von Max und Karin und fuhren Richtung Vancouver. In Hope übernachtet und beschlossen ein Tag dort zu verweilen, da Manna am Tag darauf von Vancouver zurück fliegen musste. Sie musste ihre Sachen packen und wollte uns natürlich alles, sogar unsere Wäsche, sauber hinterlassen. Wir danken Dir Manna!!

 

Am Freitag fuhren wir noch zur Küste und haben  in White Rocks ein Abschiedsessen mit Manna genossen. Dann ging es zum Flughafen, wo wir uns von Manna nach fast 3 Monaten verabschiedeten. Wir sind dann noch in die USA gefahren bis zur KOA Camping bei Burlington. Wir besuchten dann Mount St. Helens, aber leider konnten wir sie nur aus der Ferne bestaunen, da die Strasse zum Aussichtspunkt noch wegen dem Schnee geschlossen war. Wir konnten es kaum glauben, denn unten war es sehr heiss, ca. 35°C. Bei Cougar fanden wir ein Plätzchen, vorher auf  2 State Campgrounds war alles voll besetzt.  

 

Am Sonntag entschlossen wir uns, zum Crater Lake zu fahren. Schon die Fahrt durch die Wälder mit den riesigen Redceders ist imposant. Der See liegt in einem Krater auf ca. 2000m und war noch umrandet von Schnee, wirklich atemberaubend schön!!! Wieder auf der Hwy. 101 und wir etwas schneller fuhren, bemerkten wir, dass die Vorderräder nicht gut ausgewuchtet waren. In Grants Pass haben wir dies behoben. Hin zur Küste fuhren wir wieder durch den prächtigen Redwood NP, unglaublich, Bäume bis 100m hoch! Auf der Hwy 1 bis Eureka, die Temperatur war sehr unterschiedlich, wenn es leicht neblig war sank die Temperatur von über 30°C nach 18°C und etwas später war es wieder sehr heiss.

 

Am Dienstag via Fort Bragg und Mendocino bis Bodega Dunes Campground. Unterwegs sahen wir sehr viele Seelöwen, Möwen und Pelikane bevölkerten ganze Felsinseln. Weiter ging es nach San Franzisco auf eine kurvenreiche Küstenstrasse. Niedrig hängenden Wolken verbargen die schöne Aussicht und bei der Golden Gate Bridge angekommen, dicker Nebel und wirklich eisig kalt. Wir harten auf dem Aussichtspunkt längere Zeit aus und konnten dann doch noch die Brücke durch die Nebelschwaden fotografieren. Fuhren zum Fishermans Warf, haben uns die Cable Car angeschaut, herrlich gegessen und herumgelaufen. Da die Wettervoraussichten nicht viel besser waren, entschlossen wir weiter gegen Süden zu fahren. Als wir beim Landrover ankamen und den Alarm abschalten wollten, ging der Alarm los. Nach etliche Versuche konnten wir es abstellen, da wollte das Auto nur mit Mühe und Not anspringen. Auf ein Camping bei Gilroy haben wir alles, wie im Handbuch beschrieben, probiert den Alarm wieder neu zu programmieren. Alles schien ok zu sein, aber auch nachdem wir die ganze Nacht die Batterien geladen hatten wollte unser Defender nicht mehr starten. Dann haben wir Chris Elliott in Stein am Rhein um Tips gefragt und nachdem wir alles befolgt hatten, lief immer noch nichts. Da kam der Campingboss und bot uns an, die Batterie zu überbrücken. Sofort sprang das Auto an und auch das Alarmsystem war wieder in Ordnung! Im Wallmarkt eine neue Batterie gekauft und alles war wieder in Butter. Danke Dir Chris für  Deine Hilfe, denn wenn man es so macht mit dem Alarm wie es im Büchlein steht, funktioniert es nicht.

 

Da das Wetter etwas besser wurde sind wir wieder zur Küste gefahren bis Plaskett Creek. Das Los Padres National Forest ist bekannt durch seine Vielfalt an Vögel und durch seine Flora. Auch wir waren hier zur rechten Zeit, unbeschreiblich. Leider ist Manna nicht mehr bei uns mit ihre Vögel- und Pflanzenbücher, wir können nur erraten was für Spezies es sind. Nach dem Abendessen an den Strand und den spektakulären Sonnenuntergang bestaunt.

 

Am Freitag wieder viele Seevögel, Seelöwen und See-Elefanten gesehen. Es gab überall bereits sehr viel Verkehr, dieses Wochenende feiern die Amerikaner das Independence Weekend und für uns wurde es schon schwer vor 15 Uhr noch ein Campingplatz zu finden. Die ganze Nation ist auf Achse mit Camper, Boot und so weiter. Schliesslich fanden wir noch ein Plätzchen am Lake Casitas in der nähe von Santa Barbara nördlich von Los Angeles. Am Abend  war es um 19 Uhr noch 29°C und wir sind auf dem Hund. In einem Eucaliptusbaum sitzen eine Art Geier und auch die sind zu faul zum Fliegen. Wir stellen den Landrover unter einem Baum und nachdem wir das Dach auf geklappt haben berührte das Dach ein Ast. Am Morgen entdeckten wir, dass dies nicht so schlau war, denn eine kleine Art Ameisen fand so, via dem Ast Zugang zum Auto. Zum Glück hatten sie keine Freude an unseren Mückenspray!!

 

Seit Baltimore 29’000  km gefahren.

 
Von Alaska nach Clearwater, BC PDF Drucken E-Mail

Von Alaska nach Clearwater, BC

5. Juni  bis 16. Juni  2006

Am Montag 5. Juni entschlossen wir noch ein Tag  auf dem Campground Beluga Outlook in City of Kenai zu bleiben um wieder einmal unsere “Haushalt“ in Ordnung zu bringen, und auch musste an der Homepage noch einiges getan werden. Am Dienstag ging es dann Richtung  Osten. Unterwegs haben wir noch in Eklutna ein russisch-orthodoxer Friedhof besucht, wo ein kleines Häuschen über die Gräber gemacht wird und auch sahen wir eine Statue worauf ein Schlafsack drapiert war und die Mütze des Verstorbenen. Sehr interessant, wir wurden aber bald von den vielen Mücken vertrieben. Auf der Glenn Highway  imponierten uns die vielen Gletscher und in Glenallen fanden wir ein Camping, Nothern Lights. Wir wollten noch die Ortschaft McCarthy und die Kupfermine in Kennecott besuchen und somit erwartete uns nochmals eine Gravelstrecke auf die grösstenteils auf das alte Bahntrassee verlaufende McCarthy Hwy. Sehr einfacher Camping kurz vor der Brücke nach McCarthy. Am nächsten Tag in McCarty den Bus genommen nach Kennecott, die alten Minenanlagen werden z.T. wieder instand gesetzt. Wir sind noch bis zum mächtigen Root Glacier gelaufen, flankiert von riesigen Moränenfelder. Zweimal begegneten wir wieder Schwarzbären. Gleichtags haben wir die Rüttelstrecke nach Glennallen unter die Räder genommen und auf ein National Forest Campingplatz übernachtet. Am Freitag verliessen wir Alaska , Ziel war Whitehorse. Unterwegs verschiedene Moose (Elche) gesehen, einer stand sogar mitten in ein See! Bei Burwash machten wir Kaffeepause und entdeckten dort eine kleine Kirche, wo sogar ein niederländischer Pater gewirkt hatte. Etwas östlich von Watson Lake übernachteten wir auf den Irons Creek Campground und trafen dort Hans und Sonja aus Spiez (fast Nachbarn von Kees!). Die nächsten Tage sind wir sehr viel gefahren, via Fort Nelson, Chetwynd und Purden Lake. Das Wetter war wunderbar immer zwischen 25 und 30 Grad C. Übrigens können wir uns überhaupt nicht über das Wetter beklagen, denn seit Las Vegas haben wir bloss ein ganzer Tag Regen gehabt, sonst hat es fast nur Sonne pur mit hie und da ein paar Regenspritzer und dies noch meistens nachts!!! Jetzt, am Freitag 16.06.06 stehen auf ein KOA  Camping in Clearwater und seit langer Zeit brauchen wir am Abend, im Gegensatz zum hohen Norden, wieder eine Taschenlampe.

 

Alaska und Yukon sind wirklich prächtige Reiseziele. Die Natur ist zauberhaft und Flora und Fauna üppig und sehr abwechslungsreich. Was uns, vor allem in Alaska auffiel, und auch störte, ist das viele schrottreife Fahrzeuge und Maschinen einfach ums Haus oder in der Natur herum stehen. Alte Goldwasch-Instalationen rosten vor sich hin, auf den ersten Blick interessant aber wenn ein ganzes Tal davon verseucht ist?  

 

Seit Baltimore 25.000 km gefahren
 
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Alaska

 

23. Mai bis 4. Juni 2006

 

Am 24. Mai sind wir vom Hi Country RV Park in Whitehorse Richtung Dawson City auf der Klondike Hwy losgefahren. Leichter Regen und ca. 2,5 grad. In Dawson City auf dem Gold Rush Campground fanden wir ein Platz, direkt an der Strasse, genannt 5th Avenue! Das Städtchen besteht z.T. noch aus alten Holzbauten aus der Goldgräberzeit. Sämtliche Häuser sind auf Holzklötze gebaut, da der Boden ganzjährig, bis einer gewissen Tiefe, gefroren bleibt (permafrost). Bis am Abend um 12 Uhr in der Sonne gesessen. Am nächsten Morgen empfingen wir via email die Nachricht, dass Hans, der Bruder von Manna gestorben war. Nach Rücksprache mit den Verwandten, beschlossen wir, unsere Reise nicht zu unterbrechen.

 

Ausserhalb Dawson City haben wir ein Pneu flicken müssen (Schraube eingefahren). Mit einer gratis Ferry überquerten wir den Yukon River und fuhren dann auf  der Over the Top Highway, sehr staubig aber mit prächtige Aussichten via Chicken nach Tok. Beim Moon Lake auf ein Campingplatz, wir haben Moon Lake, nachdem wir wortwörtlich von Mücken attackiert wurden, umgetauft in Mug Lake. Im Pop-Top des Landrovers fanden die Biester  einige kleine undichte Stellen, die wir am morgen schnellstens mit Klebband zu gemacht haben. Via Delta Junction nach Fairbanks. Dann ging es nach einigen Miles los auf der berüchtigten Dalton Hwy. Obwohl wir für unser Handy ein amerikanische Simkarte gekauft hatten, und Empfang da war, funktioniert es auch nicht mit einer so genannten Long-Distance Card. Bei AT&T kann man nicht einmal ein Collect Call mit der Schweiz machen. Spaeter entdeckten wir, dass dies aber bei ITI möglich ist. Das einzige welches wirklich sehr gut funktioniert sind emails, zu senden und empfangen via Wifi. Tip: auf Parkplätze bei Hotels, grössere Geschäfte  etc. vielfach möglich. Auf der Dalton bekamen wir bei einer Baustelle durch Vermittlung von Flagman Missy (hier werden Leute eingesetzt um den Verkehr aufzuhalten und dann kommt ein Pilotcar der dich sicher zum anderen Ende der Baustelle führt = Arbeitsbeschaffung) währendem wir  warten mussten, eine Tank voll Diesel von einem Typ der die Baumaschinen auftankt, nette Leute die Alaskaner!! Übernachtet auf ein wilder Campingplatz, nördlich vom Yukon River beim Hot Spot Café, bekannt für sehr gute Hamburgers und Milkshakes.

 

Weiter nach Deadhorse, zuerst war es etwas regnerisch, es klärte aber bald wieder auf. Wir begegneten ein Grizzli mit 2 Jungen. In Coldfoot getankt, da es erst in Deadhorse wieder eine Tankstelle gibt. Der Atigunpass, der höchste in Alaska, überquert, sahen viele Karibus und Moose. Kurz nach dem Pass, beim Galbraith Lake, ein herrliches Plätzchen zum übernachten gefunden. Da die Sonne hier, in diese Jahreszeit, überhaupt nicht mehr untergeht, unternahmen Ton und Kees um 22 Uhr noch eine 2 stündige Wanderung. Am Sonntag die letzte Etappe in Angriff genommen. Wir sahen wieder sehr viele Tiere, Schneehuhn, Polarfuchs, Rotfuchs, Karibus, eine Art Marmotte, Rock Ptartigam, Tundraschwäne und ein Greather White Fronted Goose. Manna, die sich eingedeckt hatte mit verschiedenen Tier-, Pflanzen- und Vogelführer, entging nichts!

 

Deadhorse ist schrecklich, wir konnten zwar tanken aber es gab weder Brot noch gab es ein Campingplatz. Um an dem Polarmeer zu fahren braucht es eine Buchung in ein Shuttle und man muss ein Securitycheck machen, wie am Flughafen. Dazu, es war kalt und windig. Wir haben uns stattdessen auf die Socken gemacht, von hier geht es los, auf nach Patagonien!! Nochmals am Galbraith Lake kampiert. Am Morgen regnete es, vermischt mit einigen Schneeflocken, also los gegen Süden. Am Polarkreis richteten wir uns für die Nacht ein und als wir gemütlich beim Feuer sassen, hörten wir ein Gerassel und bekamen Besuch von einem Schwarzbär, er umkreiste uns in etwa 8 m Distanz, beschnüffelte die bärensicheren Abfallcontainer und verschwand. Das Auto hat inzwischen Farbe gewechselt, es ist nun ocker-farbig und die „Farbschicht“ ist zum Teil Zentimeter dick.

 

Am Dienstag haben wir dann in Fairbanks den Landrover mit Hochdruck vom Dalton-Dreck befreit. Auch wir waren froh endlich wieder auf Campings mit Duschen biwakieren zu können! Bei Healy, in der nähe des Denali NP auf den Mt. Mc Kinly Campground haben wir uns vom Dalton Staub befreit. Denali war im Nebel und die Prognosen waren nicht gut für die nächsten Tage und so haben wir beschlossen weiter zu fahren, schade! Rund um dem Parkeingang ein richtiger Touristen-Zirkus, mit viele Läden, Anbieter von verschiedenste Abenteuer etc., Busse fahren ab und an, ein Ramba-Zamba! Etwas Positives sei noch geschrieben, wir fanden ein Coffeeshop, wo sie herrliche Zucchettikuchen verkaufen, echt hausgemacht. Natürlich haben wir nach dem Rezept gefragt und auch bekommen.. Übernachtet in Takeetna bei Regen.

 

Am Donnerstag war es wieder trocken. Via Anchorage zur Kenai-Halbinsel Bei Portage auf ein Camping der noch im Bau war, überall schwarzer Sand, schreckliche Toiletten aber die Sonne war wieder da.

 

Freitag 2. Juni durch den Tunnel nach Whittier gefahren, ein kleiner Ort mit viele Schiffe und sonst nichts was uns beeindruckte. Bis vor dem Tunnel ist es aber wunderschön und wenn man keine Bootsfahrt gebucht hat von Whittier aus, kann man sich die Tunnelkosten ersparen. Wir wollten noch eine Bootsfahrt machen und so fuhren wir nach Seward. Dort auf dem Gemeinde Campingplatz, direkt an der Resurrection Bay, fanden wir ein Platz. Im Hafen haben wir der Tagesfang der Sportfischer gesehen. Es wurden dort Heilbutte bis 40 kg gewogen! Am Abend um ca. 23 Uhr sassen wir am Lagerfeuer und dann landete etwa in 20m Entfernung ein Bald Eagle und ernaschte sich eine Maus vom Strand, kurz darauf erschien auch noch das Weibchen. In Seward machen scheinbar die grossen Cruise-Schiffe auch halt, denn am Morgen lag so ein riesiges Schiff im Hafen. Um viertel vor 12 fuhren wir mit ein kleines Boot aus. Das Wetter war hervorragend, denn normalerweise, so wie uns erklärt wurde, sei es eher regnerisch und verhangen rund um Seward. Wir hatten nicht nur Glück mit dem Wetter, auch sahen wir viele Wale, Seeotter, Seehunde, Seelöwen und Orcas. An der Küste erspähten wir Schwarzbären und Mountain Goats mit Jungen. Auch die Puffins, eine Art Papagaientaucher begleiteten uns.  Beim Holgate Glacier sahen wir das Eis ins Meer stürzen. Die Crew fischte ein Block Eis aus dem Meer und machte uns daraus Margaritas! Auch beim im Preis einbegriffenen Mittagessen wurde nicht gespart, echt fein! Gegen 20 Uhr wieder „daheim“.

 

Am Sonntag wanderten wir noch zum Exit Glacier, dann fuhren wir weiter nach City of Kenai, wo wir auf den Camping Beluga Lookout weit ueber den Cook Inlet blicken. Wirklich eine Pracht, in der Ferne die beschneiten Berge, beidseitig des Meeres und direkt unterhalb viele Meeresvögel und Seehunde. Kenai ist prächtig!!

Seit Baltimore 20700 km

 
Von Kamloops nach Whitehorse PDF Drucken E-Mail

Von Kamloops nach Whitehorse, Kanada

 

14. Mai bis 24. Mai 2006

 

Am Sonntag, 14. Mai machten wir uns auf dem Weg von Revelstoke nach Kamloops. Dort besuchten wir Karin, die Cousine von Kees. Sie und ihr Mann Max besitzen dort eine Ranch, sehr abgelegen aber an wunderbarer Lage. Wir wurden herzlich begrüsst von Max, Karin und die vier Bernersennenhunde. Am späteren Nachmittag besichtigten wir ihre Kühen, die frei herum laufen weiter oben auf der Farm. Max hat mit Ton zusammen versucht via Compi und Telefon die von uns gekaufte kanadische SIM-Karte für das Handy zu aktivieren, was, wie uns vom Verkäufer versichert wurde einfach sei. Dem war aber nicht so, am Schluss kostete es eine beträchtliche Summe und es funktionierte immer noch nicht. Wir konnten zwar nach China und fast die ganze Welt anrufen, nur CH und NL war nicht inbegriffen. Nach viel hin und her wurde uns erklärt, es brauche noch eine zusätzliche Karte damit wir nach Holland und in die Schweiz telefonieren konnten. (Bemerkung: auf unsere weitere Reise gegen Norden hatten wir später nur ganz selten Empfang, dafür kann man bei den kanadischen Münzautomaten vielfach mit Creditcard telefonieren) Nachdem wir mit Max das Telefondesaster hinter uns gebracht hatten, halfen wir ihm seine Berieselungsanlagen zu verschieben. Da es sehr trocken ist, muss sein Heuland täglich bewässert werden. Mary und Manna blieben bei Karin und den Tieren. Am Abend wurden wir mit einem herrlichen Znacht von Karin verwöhnt.

 

Am Dienstag nahmen wir die Fahrt nach Vancouver unter die Räder. Wir fanden einen Camping ausserhalb der Stadt und blieben dort  zwei Nächte. Die Rückreise von Mary stand bevor und so musste verschiedenes noch geregelt werden. Website nachführen, emails beantworten, Einkäufe, Koffer packen, Kleider waschen etc.  Am Abreisetag von Mary besuchten wir noch Downtown Vancouver. Die neuen Bauten sind sehr eindrucksvoll, der ältere Teil eher Farblos und zum Teil verfallen. Dann fuhren wir zum Flughafen und haben uns von Mary verabschiedet. Sie ist von Vancouver nonstop nach Amsterdam geflogen und am Sonntag weiter nach Basel. Zu Dritt fuhren wir nun weiter. Etwas nördlich von Vancouver, Richtung Whistler übernachteten wir im Provincial Park Porteau Cove, einmalig gelegen an einer Meeresbucht. Dann ging es weiter auf der Hwy 99. Im Marble Canyon auf einfachem Camping übernachtet. In der Nacht fing es an zu regnen und dies blieb so bis am Abend. Wir sind dann zügig bis nach Houston BC gefahren, inzwischen war das Wetter wieder schön. Wir fanden einen schönen, sehr sauberen und angenehmen Camping, Camping Shady Rest (mit privaten Duschen/Lavabo/WC !!!) wo wir unsere nassen Stühle beim Campfeuer getrocknet haben.  Der Besitzer meint es Ernst mit Umweltschutz, denn er hat eine selbst entworfene Wasserkläranlage. Er belüftet das zu klärende Wasser mittels Windmühlen! Via Smithers an der Hwy 16 bis zur Abzweigung der Hwy 37 (Cassiar) Richtung Norden. Am Kinaskan Lake übernachtet, schön aber in der Nacht kalt. Der See war noch zum grössten Teil vereist. Die sehr nette Rangerin gab Tips wo man welche Vögel sehen konnte und Manna kam voll auf ihre Rechnung: verschiedene Enten und sogar ein Bald Eagle-Paar wurde beobachtet. Es ist hier am Abend schon deutlich länger hell, wir konnten bis halb elf noch draussen lesen.

 

Am Sonntag in Dease Lake eingekauft und weiter auf der Cassier Hwy gegen Norden. Wir sahen viel Wild,  Moose, Braunbär, Schwarzbären, Karibus, Big Horn Sheeps, viele verschiedenen Vögel und Enten. Wir wollten noch die Geisterstadt Cassiar besuchen, die Strasse war jedoch gesperrt. Wir verliessen BC und waren nun in Yukon, dort fuhren wir auf den Alaska Hwy nach Westen. Am Lake Teslin kampiert und am Dienstag sind wir, nach kurzer Fahrt bis Whitehorse gekommen. Die Hi Country Camping hat WiFi und wir nutzen dies um unsere Website zu aktualisieren und emails zu beantworten.

 

Ab Baltimore 16600 km zurückgelegt.  

 
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